Die Einsatzbereitschaft der Logistik garantiert den Einsatz der Armee

Die Einsatzbereitschaft der Logistik garantiert den Einsatz der Armee

Mit einem Blick zur aktuellen Lage eröffnet Divisionär Thomas Kaiser den Jahresrapport der Logistikbasis der Armee LBA.

Divisionär Thomas Kaiser, Chef Logistikbasis der Armee

Mit einem Blick zur aktuellen Lage eröffnet Divisionär Thomas Kaiser den Jahresrapport der Logistikbasis der Armee LBA. Die aktuelle Lage mit Kriegen in Europa, Flüchtlingsdramen, Verschuldungskrise, Streit mit Russland, die Spannungen zwischen Saudiarabien und Iran und Eurokrise lassen viele Fragen über die Zukunft offen. Dazu kommen Grossmachtsansprüche der USA, China und Russland. Dazu ausseinanderstrebende Kräfte in der EU, welche die Gefahr der Zurückentwickung zu sich sich bekämpfenden Nationalstaaten eröffnen. Blut und Landkarten haben in der Politik an Bedeutung gewonnen.

Was passiert mit Europa wenn die deutsche Bundeskanzlerin zum Rücktritt gezwungen wäre, wenn Massenvernichtungswaffen in die Hand von Terroristen fielen, wenn die Schuldenkrise mit vollen Wucht zurückschläge, der Katalog offener Fragen wäre noch lang.

Doch im Mittelpiunkt des Rapports stehen die Mitarbeiter und Kader LBA. Es geht darum das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen und die Weichen für das neue Jahr zu stellen.

Marc Jost, Grossratspräsident des Kantons Bern

Der Grossratspräsident des Kantons Bern, Marc Jost, überbringt die Grussbotschaft des Kantons Bern. Er freue sich und sei und stolz über die Präsenz der Armee im Hauptstadtkanton. Er bermerkt dass die Einsatzbereitschaft das Motto der LBA für das Jahr 2016 sei. Die LBA steht exemplarisch für den tiefgreifenden Wandel welche die Armee durchgemacht habe. Die Einsatzbereitschaft der LBA garantiert erst die Einsatzbereitschaft der gesamten Armee. Diese muss täglich gelebt werden. Es braucht Menschen welche als Dienstleister die Voraussetzungen schaffen, das andere die geforderten Leistungen überhaupt erst erbringen können.

Die Anerkennung bleibt manchmal unter den Erwartungen. Doch da die Anerkennung nicht die einzige Motivation für das eigene Engangement ist, ist dies oft gar nicht so wichtig. Es geht darum zu wissen wofür man arbeitet.

Ständerat Alex Kuprecht, Präsident SIK SR 14/15

Ein Schritt nach dem andern, aber ein sicherer Schritt. Dies soll das Motto der Armee sein, meint Ständerat Alex Kuprecht, Präsident der SIK SR 14/15. Die Beratungen zur Weiterentwicklung der Armee waren intensiv und emotional, doch er sei guten Mutes, dass die Reform im Frühjahr 2016 abgeschlossen werden kann. Dies gebe der Armee wieder einen sicheren und stabilen Rahmen.

Ständerat Kuprecht wirft einen Blick zurück in die Armeereformen der letzten Jahrzente. Ging es früher um Zahl und Stärke der Armee, sind heute meist die Finanzen ausschlaggebend für Reformen. Prägend dazu war die weltweite Abrüstung in den Neunziger Jahren. Das VBS wurde gerne als Steinbruch für anderen Prioritäten und Absichten benutzt. Das Fiasko war vorprogrammiert und voraussehbar. Das Gleichgewicht zwischen Auftrag und den zur Verfügung stehenden Mittel war nicht mehr gegeben.

Schritt für Schritt werden die Mängel nun im Rahmen der Weiterentwicklung der Armee behoben. Die Truppen gehen wieder ausgerüstet in den Dienst, neue Rüstungsgüter werden geplant. Doch diese Verbesserungen müssen nun weitergeführt werden.

Referendumsdrohungen aus dem bürgerlichen Lager sind dazu nicht förderlich für die Armee und wenig zielbringend. Die Finanzierung muss nun gesichert, Mängel an Ausrüstung und Gütern müssen behoben werden. Die Mobilisierung muss eine grosse Priorität erhalten, dazu sollen auch die Truppen wieder regional verankert werden, damit sie ihren Einsatzort kennen.

Die Sicherheit unseres Landes muss allen anderen Aufgaben vorgehen. Nur ein sicheres Land liefert die Grundlage für Alles.

Divisionär Thomas Kaiser, Chef Logistikbasis der Armee

Chef der LBA zu sein, ist eine der komplexesten, herausfordersten aber auch schönsten Aufgaben die man in der Armee übernehmen kann führte dann im Anschluss der Chef LBA aus. Die LBA funktioniert 2016. Die Menschen in der LBA sind und bleiben der Matchentscheinde Faktor der Auftragserfüllung.

Divisionär Thomas Kaiser lobt und fordert die Fehlerkultur in der LBA. Zu Fehlern muss man stehen können. Nur so können Fehler erkannt und auch im System gelöst werden. Mit einer Episode tritt der Chef LBA für mehr Handlungsfreiheit der Mitarbeiter ein. Er sei auf die Inovationsfreude der Mitarbeitenden angewiesen. Was kann schon passieren, betont er.

Die Leistungen der LBA in der normalen Lage werden als zuverlässig wahrgenommen. Im Bereich Effizienz gibt es noch Steigerungsmöglichleiten. Die Leistungen im Rahmen einer Mobilisierung währen durch die LBA bereits heute noch vor der WEA möglich, aber mit Sand im Getriebe und Verzögerungen. Hier müsse sich die LBA zugunsten der WEA noch verbessern.

Divisionär Thomas Kaiser dankte dann im Rahmen dieses Rapports zehn verdienten Mitarbeitern mit einer Urkunde und Goldvreneli für ihre herausragende Arbeit.

Den Chef LBA beschäftigt die kritische Sicherheitslage und damit die wachsende Wahrscheinlichkeit eines Armeesinsatzes zugunsten Land und Bevölkerung. Die LBA muss in einem solchen Ernstfall sofort die geforderte Leistung erbringen. Es gibt da keine zweite Chance, betont er. Dieser Einsatz ist die ultimative berufliche Herausforderung für die Mitarbeiter
der LBA.

Im Jahr 2016 liegen die Schwergewichte in der Zusammenarbeit mit der Logistibrigade, den Milizverbänden und Partnern. Es finden eine Vielzahl an Übungen statt, Erkenntnisse sollen aufgenommen und Verbesserungen umgesetzt werden. Die Logistikführung ist eminent wichtig für jeden Einsatz.

Divisionär Hans-Peter Kellerhals, Kdt Ter Reg 4

Es geht darum zu verstehen wie die Miliz die LBA steht und was sie von ihr erwartet. Wichtig zu wissen sei aber auch, betont Divisionär Hans-Peter Kellerhals, Kdt der Ter Reg 4, dass die Miliz neben ihren grossen Stärken auch Schwächen hat, diese Schwächen müssen durch die LBA erkannt und im täglich Tun unterstützend ausgeräumt werden. „Less Paper more pepper“, Milizkader werden oft von der Papierdichte erschlagen. Doch eine soldatische Tugend soll doch sein, komplexe Sachverhalte einfach darstellen zu können.

Einander trauen und einander etawas zutrauen, beide Seiten der Beurteilung einbeziehen, denn wir gehören zusammen. Mit diesen Worten beschliesst Divisionär Hans-Peter Kellerhals seine Ausführungen.

Peter Galliker, CEO Galliker Transport AG

Die Galliker Familien Holding fürt über eine schlanke Struktur das Familienunternehmen mit mehr als 2’500 Mitarbeitern, führt Peter Galliker, CEO der Galliker Transport AG, als Schlussreferent am Jahresrapport der LBA aus. Das Unternehmen hat sich veröndert vom Fuhrhalter zum Logistikdienstleister mit Themenbereichen wie Car, Cargo, Food oder Healthcare. Die Führungskultur beinhaltet die Tradition als Familienunternehmen, ein Schwergewicht auf Sauberkeit und Ordnung, sowie Geradlinigkeit. Dies sei der Galliker Spirit.

(sax)